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Unterirdische unter dem Pferdestall

Mündlich aus Bergkirchen

Bei dem Hauptmeier in der Nähe von Bergkirchen war eine Zeit lang viel Unglück in der Wirthschaft und besonders fielen ihm viele Pferde, und kein Mensch wußte wie das zuging. Da stand einmal seine Frau am Heerde und buk einen Pfannenkuchen, als ein kleines Männchen herzutrat und ihr sagte, all' das Unglück komme daher, daß der Pferdestall grade über der Wohnung der Unterirdischen sei; wenn sie den verlegten, würde alles wieder gut gehen. Da hat der Hauptmeier die Pferde schnell wo anders untergebracht, und zum Dank haben ihn die Unterirdischen zum Gevatter geladen; als er nun zu ihnen hinunter gekommen, haben sie ihm die Stelle gezeigt, wo die Jauche aus dem Stall ihnen immer auf den Tisch geträufelt, und ihm gedankt, daß er es nun geändert; haben ihm auch beim Abschied ein Paar Hände voll Kehricht gegeben, die sind, als er damit oben gekommen, pures Gold gewesen.

Quelle:
Adalbert Kuhn / W. Schwartz: Norddeutsche Sagen, Märchen und Gebräuche aus Meklenburg, Pommern, der Mark, Sachsen, Thüringen, Braunschweig, Hannover, Oldenburg und Westfalen. Leipzig 1848, S. 312-313.

 
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