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Weiße Frau zeigt einen Schatz

Mündlich

Zwischen Gardelegen und Lindstädt soll ehmals ein Dorf gelegen haben, von dem man noch Gemäuer und namentlich die Reste der Kirche sieht, und unter dieser soll ein großer Schatz liegen. – Mal war ein Hirt aus Trüstedt draußen auf der Weide, da kommt eine ganz weiß gekleidete Frau zu ihm, die sagt, er sei bestimmt, den Schatz zu heben und sie zu erlösen; er möge ihr nur folgen, bei dem Schatze würde er einen großen schwarzen Hund finden, dem solle er dreimal mit der Hand über den Kopf streicheln oder ihm einen Kuß geben, dann wäre sie erlöst und der Schatz sein. Das hat er aber nicht thun wollen, und da ist die Frau noch zweimal zu ihm gekommen und hat ihn flehentlich gebeten, er möge es doch thun, sonst müße sie noch viele viele Jahre umherwandeln, aber er hat es sich nicht getraut und darum liegt der Schatz noch an seiner alten Stelle; die weiße Frau aber hat seit der Zeit niemand wieder gesehen.

Quelle:
Adalbert Kuhn / W. Schwartz: Norddeutsche Sagen, Märchen und Gebräuche aus Meklenburg, Pommern, der Mark, Sachsen, Thüringen, Braunschweig, Hannover, Oldenburg und Westfalen. Leipzig 1848, S. 120-121.

 
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