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Die weiße Frau auf dem Kalkberg

Mündlich aus Swinemünde

Auf dem Kalkberge unweit der Bohlbrücke bei Swinemünde läßt sich zu gewißen Zeiten eine weiße Frau mit einem großen Bund Schlüßel sehen, die auf Erlösung harrt. So sah sie auch einmal ein Mann aus Swinemünde, als sie gerade ihre Wäsche im naheliegenden See wusch; da rief er, als er bei ihr war: »Gott helf.« Sie aber wurde sehr zornig und rief: »Hättest du ›Gott helf uns allen‹ gesprochen, so wär' ich erlöst, aber so muß ich noch ferner wandeln.« Und damit warf sie ihm grimmig ihr Bund Schlüßel in's Genick; der Mann eilte schnell nach Hause, aber es währte nur drei Tage, da war er todt.

Quelle:
Adalbert Kuhn / W. Schwartz: Norddeutsche Sagen, Märchen und Gebräuche aus Meklenburg, Pommern, der Mark, Sachsen, Thüringen, Braunschweig, Hannover, Oldenburg und Westfalen. Leipzig 1848, S. 23.

 
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