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Die drei Jungfrauen bei Mertert

A. Ein Mann aus Mertert ging einst mitten in der Nacht nach Grevenmacher, um die Hebamme zu rufen. Als er auf seinem Rückweg an den Ort »ob em Meilesteen«, eine sehr verrufene Stelle bei Mertert kam, hörte er plötzlich etwas hinter sich rascheln. Er schaute um und sah zu seinem nicht geringen Schrecken drei mit seidenen Gewändern umhüllte Jungfrauen, welche ihm auf dem Fuße folgten, indem sie von Baum zu Baum huschten und mit ihren Gewändern »rabbelten«. Der arme Mann verging fast vor Schrecken, er wagte nicht mehr umzuschauen und lief in einem Atem nach Hause, wo er ohnmächtig zusammenbrach.

Als er vierzehn Tage später am hellen Tage wieder nach Grevenmacher mußte und an der verrufenen Stelle ankam, fiel er aufs Gesicht zur Erde und war eine Leiche.

B. In dem Weinberg, genannt Wasserbilligerberg, zwischen Wasserbillig und Mertert, erscheinen drei Jungfrauen. In hellen Nächten sieht man sie den Berg herabkommen. Ihre Kleider rauschen in schwerer Seide. Sie sind gewöhnlich weiß gekleidet.

Quelle:
Gredt, Nikolaus: Sagenschatz des Luxemburger Landes 1. Neudruck Esch-Alzette: Kremer-Muller & Cie, 1963, S. 273.

Quelle: http://www.zeno.org - Zenodot Verlagsgesellschaft mbH

 
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