Startseite Zitate Willibald Alexis in "Geschichten aus dem Neuen Pitaval - Louis Mandrin" 1927

Willibald Alexis in "Geschichten aus dem Neuen Pitaval - Louis Mandrin" 1927

Seine Verfolger entdeckten nicht seine Spur, wenigstens nicht bis zum Spukschlosse. Aber das Gerücht lebte doch auf, daß in der Gegend Falschmünzer wären. Man hatte in dem Park am Schlosse Pferde grasen gesehen. Sie hatten deutlich gewiehert wie Pferde von dieser Erde. In andern Gegenden pflegen zwar Kobolde sich auf Mähren zu nesteln und aus Mutwillen sie in Schweiß zu setzen oder gar lahmzureiten; das tun aber nur neckischen Elfen in Irland, England und Schottland. Wahrhafte Teufel, die aus der Hölle abgesandt sind als Exekutoren an armen Sündern, die Diener Satans und die Schreckbilder der mittelalterlichen christlichen Mythe, geben sich in Frankreich mit solchem unnützen Spuk nicht ab. Die Witwe des Advokaten fand es zudem sehr unbequem, daß sie durch Geister aus ihrem Wohnsitz getrieben sei und diese ohne Recht mit aller Behaglichkeit in ihrem rechtmäßigen Erbe auf die Dauer hausen sollten. Das Interesse war allmählich stärker als der Glaube.

 
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