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Die weiße Frau bei Obereisenbach

In dem Buchenwäldchen, Burebösch, nicht weit von Obereisenbach, läßt sich zu verschiedenen Zeiten nachts eine weißgekleidete Frau sehen, welche mit den Füßen den Boden nicht zu berühren scheint. Ihr schönes Kopfhaar hängt in langen Locken über die Schultern herab, ihr Gesicht birgt ein weißer Schleier und ein blendendweißes Gewand umhüllt die Gestalt. Schon sehr oft hat man sie des Abends oder in der Nacht bei dem Bur gesehen, der sich in der Mitte des Wäldchens hart am Wege befindet und zu dem die Bauern abends ihr Vieh zur Tränke führen. Viele glauben die weiße Frau gesehen zu haben, unter anderen ein siebzehnjähriger Jüngling. Als dieser eines Abends nach seinem Brauch das Pferd an genannten Brunnen zur Tränke führte, kam die weiße Frau mit verschränkten Armen auf ihn zu. Sie sprach jedoch kein Wort, noch fügte sie ihm ein Leid zu.

Lehrer Quiring zu Untereisenbach

Quelle:
Gredt, Nikolaus: Sagenschatz des Luxemburger Landes 1. Neudruck Esch-Alzette: Kremer-Muller & Cie, 1963, S. 270.

Quelle: http://www.zeno.org - Zenodot Verlagsgesellschaft mbH

 
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